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Skorpion

In der Zeit vom 23. Oktober bis 21. November begibt sich die Sonne in das Zeichen des Skorpions, weshalb die Astrologen Personen, die in dieser Zeit geboren wurden, als Skorpionmenschen bezeichnen.

ER ist meist mittelgroß bis groß und wirkt wohlproportioniert in seiner Erscheinung. Seine Gesichtszüge sind ausgeprägt, die Lippen scharfgeschnitten mit einem Zug von Entschlusskraft und Sinnlichkeit. Die Nase ist vorspringend und markant, die Augen häufig von einer faszinierenden Unergründlichkeit. In seinem Blick wechselt Kälte und Glut, so dass er einmal magnetisch anziehend, das andere Mal wieder abweisend wirkt. Die Stirn ist im allgemeinen nicht sehr hoch, der Haarwuchs dicht und kräftig, die Nackenpartie stark ausgeprägt. Sein Gang wirkt ausgeglichen und harmonisch, seine Hände sind sehr ausdrucksvoll und tragen ein Zeichen von Kraft und Grausamkeit.

SIE ist von einer dunklen Rätselhaftigkeit und verhaltenen Sinnlichkeit, die für den Beobachter gelegentlich den Eindruck des Dämonischen beschwört. Nicht sehr groß von Gestalt und ebenmäßig in ihrem Wuchs, zeigt sich eine leidenschaftliche Glut, die in all ihren Bewegungen, vor allem aber in der Sprache der großen, meist dunklen Augen zum Ausdruck kommt. Im Alter allerdings verschärfen sich ihre Züge leicht und verlieren dann viel von ihrem ursprünglichen Reiz.

Lebensprinzip

Der Skorpionmensch ist ein "Mensch zwischen zwei Toren", der von einem brennenden inneren Zwiespalt verzehrt wird. Er hat die Übergänge des Lebens erfahren, er hat vom Baum der Erkenntnis gegessen, er weiß um die Nachtseiten des Lebens. Er sucht nach seinem anderen Ich, nach seiner wahren Wesensform, nach seiner inneren Welt. Um diese Erkenntnis zu gewinnen, muss er in die Tiefen des Du und der Welt hinuntersteigen. Er ist der wahrhaft faustische Mensch, der mit dem Leben um Klarheit ringt. In diesem Streben ist er von einer unerbittlichen Härte, von einer Spitzfindigkeit der Qual, die weder sich selbst noch andere schont. Er sucht "den Gott, der sich in seinem Bild verhüllt", und wird aus diesem Suchen heraus zum Revolutionär, der die Formen des Bestehenden sprengt und zerstört.

Deshalb ist der Skorpionmensch von einer so verzehrenden Leidenschaft und gleichzeitig von einer solchen Kälte. Er versucht seiner Umwelt, auch seinem Liebespartner, die letzte innere Erkenntnistiefe abzuringen, um in ihrem Spiegel sich selbst zu finden. Er ist gewalttätig, aber diese Gewalttätigkeit richtet sich nicht gegen die äußere Welt, sie wird nicht einmal durch sie ausgelöst. Sie entspringt vielmehr der inneren Ungeduld, die ihn beseelt. Er ist ein Fanatiker seiner Ideale und fordert auch vom Menschen, den er liebt, eine unbedingte Unterwerfung unter dieselben. Er ist von einer Totalität und Ausschließlichkeit der Besitzergreifung, die für seinen Partner leicht zur Qual wird, um so mehr, als er selbst sich niemals hingibt, sondern immer ein Unberechenbares, Unantastbares darstellt.

Sinnliche Verzückung ist für den Skorpion nicht Selbstzweck, nicht Befriedigung des Lustbedürfnisses an sich, sondern Mittel um seiner Sehnsucht nach einem unvorstellbaren Einswerden seines Wesens mit dem Universum gerecht zu werden. Gerade um dieser Veranlagung willen aber ist der Skorpion nie allein. Obwohl ein innerlich Einsamer, findet er immer wieder Menschen, die sich von seinem inneren Feuer ergriffen fühlen, die ihn lieben, die ihm bedingungslos folgen, sogar, wenn er sie leiden lassen mag.

Der Skorpionmensch ist der Mensch, der geliebt wird, um des Geheimnisses willen, das ihn umgibt, um der inneren Stärke willen, die man ahnt, um der Rätsel willen, die er bisweilen aufgibt. Er zieht seine Mitmenschen an wie ein Magnet, dem man sich nicht entziehen kann, zu dem man immer wieder zurückkehrt. Und auch er hält die Menschen, die einmal in seinen Lebenskreis getreten sind, magisch fest, mögen sie ihm äußerlich auch noch so entfremdet sein.

Der positiv bestrahlte Skorpion ist offen in seinen Handlungen, aber leicht verwundbar. Er hat eine glühende Begeisterungsfähigkeit und ist von einer selbstlosen Hingabe an seine Ideale, seinen Aufgaben bleibt er bis zur Selbstaufopferung treu. Er ist stolz und frei von jedem Egoismus, dabei von einem heftigen und leidenschaftlichen Willen beseelt. Sein Ahnungsvermögen ist besonders stark entwickelt, Selbstbeherrschung und innere Einsamkeit zeichnen seinen Weg.

In der ungünstigen Situation hingegen zeigt er eine rohe sinnliche Brutalität, der alles unterworfen ist. Die schöpferischen Impulse, die den guten Skorpion auszeichnen und ihn sogar zum Künstler bestimmen, machen einer sadistisch bestimmten Findigkeit Platz, aus den Zweifeln des Ringenden werden die Skrupel des Kleinlichen, aus dem Nirwanastreben des Suchenden sinnlose Zerstörungssucht.

Liebe

ER hat ein sehr ausgeprägtes Liebesleben und lebt gewissermaßen aus den Kräften des Eros. Sein Triebleben erwacht früh und behält seine Stärke und Heftigkeit oft bis ins hohe Alter. Er liebt mit einer Leidenschaftlichkeit, wie sie sich bei keinem anderen Tierkreistypus findet, ohne sich selbst aber jemals ganz zu verlieren. Die erotische und sexuelle Anziehungskraft des Skorpions ist so groß, dass er in seiner Werbung kaum jemals auf Ablehnung stoßen wird. Er entwaffnet seine Partnerin durch den eigenartigen Zauber seines Wesens, wo er wirbt, tut er es unter Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit, wo er sein Ziel erreicht hat, nimmt er es mit der Heftigkeit und Totalität eines rechtmäßigen Besitzes.

Er fordert völlige Hingabe, Aufgabe der Eigenpersönlichkeit, er will, dass sich seine Partnerin ihm auf Gnade und Ungnade ergibt. In seiner Wahl zeigt er einen ausgeprägten Instinkt, wie überhaupt Sympathie und Antipathie bei ihm sehr scharf ausgeprägt sind. Häufig ist es weniger der sexuelle Reiz als vielmehr die geistige Eigenart, zu der er sich hingezogen fühlt. Seine Ehe - wenn er eine führt - ist eine ausgesprochene Liebesehe, die aber nicht immer von Dauer ist. Seine ausgeprägte Eifersucht und seine kaum verhüllte Grausamkeit machen es seiner Partnerin nicht immer leicht. In vereinzelten Fällen ist die sadistische Anlage stark ausgeprägt und er entwickelt eine glühende Phantasie um sein "Opfer" zu quälen und gleichzeitig immer fester an sich zu binden.

Wenn er aber quält, quält er aus Liebe, nicht aus Hass, ist er beseelt von dem Willen, sich seine Partnerin ganz und auch im Schmerz zu eigen zu machen. Im allgemeinen zeigt er eine ausgesprochene Begabung zum Junggesellentum, was vor allem damit zusammenhängt, dass nur wenige Frauen ihn wirklich an sich zu fesseln vermögen. Ist sein Mars einer schlechten Bestrahlung ausgesetzt, führt er häufig ein sehr ausschweifendes Leben mit Exzessen und Orgien aller Art. Manchmal zieht er sich aber auch völlig aus der Welt des Sinnenhaften zurück und führt ein enthaltsames Leben um eines religiösen oder sonstigen Ideals willen.

SIE strahlt einen eigenartigen gedämpften Zauber aus. Ihre sexuelle Wirkung ist stark, ihre Leidenschaft heftig im Guten wie im Bösen. Die Höhen und Tiefen des Liebesrausches erlebt sie gleich stark, ihre maßlose Eifersucht macht sie nicht gerade zur bequemen Ehefrau. Liebt sie einmal, ist sie auch unbedingt treu, weil sie an ihrem Partner festhält, sie versucht eine Verbindung meist auch dann noch aufrecht zu erhalten, wenn dies für beide Teile nur mehr eine Qual ist. Meistens ist sie äußerst fruchtbar und empfängnisbereit.

Beruf

Skorpionmenschen haben eine ausgeprägte Fähigkeit andere zu beherrschen und eignen sich daher am besten für Berufe, in denen diese Eigenschaft gefragt ist. Sie sind hervorragende Führer und Offiziere - übrigens nicht nur durch ihre Suggestivkraft -, sondern auch durch den Totaleinsatz ihrer Kräfte und durch einen ungewöhnlich hohen Mut, der bei manchen von ihnen fast an Tollkühnheit grenzt.

Skorpionmenschen als Anführer erreichen es, dass ihre Gefolgschaft für sie durchs Feuer geht, die Leute, die ihnen unterstellt sind, folgen ihnen mit einem merkwürdigen Gemisch von Bewunderung und Liebe.

Eine außerordentliche Begabung weisen Skorpionmenschen für die medizinische Laufbahn auf, vor allem als Chirurgen leisten sie gelegentlich Außerordentliches. Ihre starke persönliche Anziehungskraft erwirbt ihnen das Vertrauen der Patienten und ihre innere Scharfsicht macht sie zu ausgezeichneten Diagnostikern.

Infolge ihrer hohen künstlerischen Fähigkeiten haben gute Skorpiontypen häufig dichterische und malerische Begabungen. Vor allem Lyriker sind in diesem Zeichen nicht selten.

Partnerschaft

Alles in allem erfordert das Zusammenleben mit einem Skorpiontyp vom Partner Verständnis, Hingabe, Opferbereitschaft und - Klugheit in Verbindung mit starker innerer Beteiligung und Leidenschaft der Liebe. Nur so ist es möglich, die Höhen und Tiefen, durch die der Skorpion seine "Liebesopfer" mitreißt, zu ertragen und sich zugleich ein Stück echten und dauerhaften Glückes zu sichern.

Der beste Partner des Skorpions ist auf jeden Fall der Fischetyp, der die Kunst der völligen Selbsthingabe am vollkommensten beherrscht. Auch hat er eine ausgeprägte Intuition und kennt die Wünsche seines Herrn und Gebieters meist, ohne dass sie dieser auszusprechen brauchte. Auch mit dem Krebs wird sich der Skorpion gut verstehen, da er lenksam und anschmiegsam ist. Weitere gute Partner sind der leidenschaftliche Stier und auch der Steinbock, mit dem ihn vor allem die Liebe zur Arbeit verbindet.

Ungünstig hingegen erweisen sich häufig Widderbindungen, da dieser selbst viel zu viel von dem heftigen Wesen des Mars an sich hat, um auf die Eigenarten des Skorpion einzugehen. Auch Wassermann- und Zwillingmenschen werden auf die Dauer dem Skorpion wenig Freude machen, da sie viel zu viel Unruhe in sein Leben tragen und auch kaum eine Begabung zur Treue mit sich bringen.

Widder Stier Zwilling Krebs Loewe Jungfrau
Waage Skorpion Schütze Steinbock Wassermann Fisch